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Handhebelmaschinen – Kaffee durch Muskelkraft

Der heutzutage überall auf der Welt beliebte Espresso geht in seiner ursprünglichen Zubereitung auf den Einsatz purer Muskelkraft zurück: Der nötige Brühdruck von 9 bar und die passende Temperatur von wenigstens 90° Grad Celsius wurden in früheren Zeiten nicht automatisch, sondern mittels eines Hebels erzeugt. In Süditalien und vor allem in Lateinamerika sind diese Modelle immer noch sehr verbreitet.

Handhebelmaschine


Freilich blieb diese Hebelung, stets von Hand ausgeführt, eine wirklich anstrengende Tätigkeit, so dass später in die Brühgruppe eingebaute Federn den Vorgang übernahmen. Konstanter Druck und ein verbessertes Kaffeeerlebnis waren die Folge. Im Grunde genommen gehen dann auch sämtliche Gastronomiegeräte auf dieses Prinzip zurück, ein Umstand, der gerade durch die immense Verbreitung der legendären FAEMA E61 seit den 1960er Jahren belegt wird.

Varianten der Druckerzeugung

Handhebelmaschinen kennen zwei Arten, um den nötigen Druck für einen Kaffee zu erzeugen: Mittels Armkraft ist der Hebel nach oben umzulegen, wodurch sich der Boilerzugang öffnet und das heiße Wasser im Kessel auf den Puck mit Kaffee gedrückt wird. Danach ist der Hebel wieder nach unten zu pressen, wodurch sich der gewünschte Druck entwickeln kann und das erhitzte Wasser durch den Kaffee fließt.

Andere Modelle hingegen setzen auf die Hilfe einer massiven Feder. Diese ist im Inneren der Brühgruppe verbaut und muss gleichfalls über einen Hebel gelöst beziehungsweise gespannt werden. Der Wasserdruck steigt und die Flüssigkeit kann in den Brühkopf laufen. Wird der Hebel losgelassen, löst sich die Feder und drückt auf den Kaffeepuck.

Beide Modelle greifen nicht auf eine besondere Pumpe zurück. Bewegt werden nur der Hebel, der Kolben im Druckgehäuse und sonst nichts! Verschleißteile sind bis auf die Dichtungen keine vorhanden, die elektrische Ausstattung beschränkt sich zudem auf den Netzschalter sowie auf Heizspirale und Pressostat. Möglicherweise sind Handhebelmaschinen deshalb in ärmeren Gegenden so beliebt, müssen die Geräte doch nur selten gewartet werden. Freilich, eine defekte Dichtung führt sofort zum Druckabfall oder lässt einen Druckaufbau gar nicht zu. Dadurch kann der Kaffee verbrennen und es erfordert sicher ein wenig Übung und Erfahrung, um den perfekten Espresso mit solchen Modellen zu zaubern.

Weitere Merkmale

Steht ein Wasserkessel unter Überdruck, erreicht die interne Temperatur schnell mehr als 100°Grad Celsius, ein echter Espresso ist da kaum noch möglich. Deshalb sorgt die Brühgruppe für die nötige Kühlung – und entscheidet dabei über Größe wie Volumen der ganzen Handhebelmaschine. Geräte, die in der Gastronomie im Einsatz sind, haben in der Regel sehr große Brühgruppen, Maschinen für den Privatgebrauch sind hingegen eher klein gehalten. Gerade letzteres ist manchmal problematisch, kann doch der Kaffee sehr schnell verbrennen.

Um dem zu begegnen, setzen manche Hersteller auf einen offenen Kessel. Dessen Hitze bleibt konstant, allerdings lässt sich keine Milch aufschäumen. Neuartige Pressostate schaffen neuerdings Abhilfe, vor allem die kleinen Maschinen für die heimische Küche profitieren davon. In der Gastronomie ist das letztlich egal, zumal auch die größeren Geräte für entsprechenden Eindruck bei der Kundschaft sorgen sollen und es dabei vor allem um ideal temperierten Kaffee gehen mag als um den verfügbaren Platz.

Die Vorteile der nahezu verschleißfreien Arbeitsweise, der kurzen Wartezeit sowie des leisen Betriebs sind hervorzuheben. Demgegenüber steht ein nur schwer erreichbare Planbarkeit. Es ist möglich, dass Espresso immer wieder anders schmeckt und dadurch das Trinkerlebnis beeinträchtigt bleibt.

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